Zweite Warnstreikwoche in der Metall- und Elektroindustrie: Betriebe in der Region legen die Arbeit nieder

(10.03.2021) * Auftakt gestern in Nortorf bei Procast Guss
* Insgesamt 11 Betriebe in der Region zu Warnstreiks aufgerufen
* Gemeinsame Autokundgebung am 12. März auf dem Kieler Exerzierplatz


Rendsburg – „Wir werden in dieser Woche den Druck erhöhen“, sagte Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg. „Die Arbeitgeber müssen sich bewegen, damit wir möglichst bald zu Lösungen kommen, um Beschäftigung und Einkommen zu sichern und die Betriebe unter Beteiligung der Belegschaften für die Zukunft aufzustellen."

Den Auftakt machten bereits gestern die Kolleg*innen der Gießerei Procast Guss in Nortorf, die zu einer Frühschlussaktion aufgerufen wurden. Am Freitag folgen weitere Warnstreiks, u.a. bei der Werft Nobiskrug, der Lürssen-Kröger-Werft in Schacht-Audorf, dem Baumaschinenhersteller Mecalac in Büdelsdorf sowie den Service-Stützpunkten von SiemensGamesa in Nordfriesland und Dithmarschen.

Höhepunkt der Warnstreikwoche ist eine Autokundgebung am Freitag von 11 bis 13 Uhr auf dem Kieler Exerzierplatz.

Die IG Metall fordert für die mehr als 3,8 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in dieser Tarifbewegung ein Zukunftspaket. Dieses beinhaltet ein Volumen von vier Prozent, das je nach Situation der Betriebe zur Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen oder für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden kann. Außerdem sollen mit Zukunftstarifverträgen passgenaue betriebliche Lösungen gefunden werden, die Zusagen für Investitionen, Standorte, Beschäftigung und Qualifizierung enthalten.